Dementenbereich

Unsere Ausrichtung für Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz.

 

In unserem Hause wird seit nun mehr 35 Jahren versucht Menschen Orientierungshilfe zu geben, um im alltäglichen Leben es ein wenig einfacher zu haben, wenn das Gehirn eben nicht mehr das jüngste ist.

 

  • Wohnen im eigenen kleinen Reich
  • Bei uns ist es möglich sein eigenes Bett, seinen Schrank, seinen Sessel, Bilder, Regale, Geschirr, Handtücher und all das was einem im  laufe des Lebens ans Herz gewachsen ist mitzubringen, solange es auch in das Zimmer passt. Unseren Bewohnern wird dadurch ein Wiedererkennungsmöglichkeit gegeben, sich  „zu hause“ zu fühlen, Dinge die lange bekannt waren weiter zu nutzen.
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  • Orientierungsschilder / Orientierungsfarben
  • Vor „jedem kleinem Reich“ findet unser Bewohner seinen Namen und seine Zimmernummer in großen Lettern auf einem Schild. Seinen Namen findet man aber auch auf der Station und im Eingangsbereich auf Schildern. Farbliche Merkmale können unserem Bewohner aber auch eine Stütze geben, um ein angestrebtes Ziel aus eigener Kraft zu erreichen. So findet man im Fahrstuhl Farbpunkte zu den einzelnen Ebenen wie z.B. ein blauer Punkt für das Erdgeschoss. Blau markiert findet sich im Fahrstuhl dann auch ein Schild was sich alles im Erdgeschoss befindet z.B. eine Toilette, der Ein-und Ausgang etc..Wenn man dann den Fahrstuhl verlässt entdeckt man dann Landschaften in blauen Bilderrahmen, blaue Sitzkissen und blaue Übertöpfe in der Sitzecke.
  • An der Ecke zum Treppenhaus und am Fahrstuhl befindet sich dann auch ein richtiger Wegweiser, der einen über die einzelnen Stockwerke , auch markiert durch Farbpunkte, geleitet. So wechseln Farben von gelb zu grün und von Vogelbildern zu Blumenbildern. Kalender mit großem Datum sagen einem welcher Tag ist und diese findet man im ganzem Haus. Die Jahreszeiten werden durch besonderes Dekorationsmaterial kenntlich gemacht ( Weihnachten , Ostern, Frühling etc.).Um auch im dunklen dieses alles gut zu sehen, ist das Haus mit Bewegungsmeldern im Flur und Treppenbereich ausgerüstet, um den Bewohner nicht noch den Lichtschalter suchen zu lassen, wenn er „Orientierungslos“ ist. Unser Betreuungsangebot, welches an sieben Tagen in der Woche statt findet, kann man auch an den Informationspunkten (Eingangsbereich, Fahrstuhl, Speiseraum) deutlich erkennen. Auch hier sieht man welcher Tag und welche Veranstaltung stattfindet. Bei jeder Mahlzeit wird dann dem Bewohner erzählt, welche Veranstaltung zu welcher Zeit und an welchem Ort nach dem Essen stattfindet.

     

 

  • Orientierungspflege / Bezugspflege
  • Seit Bestehen unserer Einrichtung versuchen wir unsere Pflegekräfte möglichst gleich bleibend am Bewohner zu belassen. Es wird dann der Bewohner möglichst 11 Tage morgens von der gleichen Person geweckt und gepflegt. Diese Pflegekraft betreut dann 6-8 Bewohner. Es ist auch möglich mit  Ihr dann Staub zu wischen oder Sein Reich sauber zu halten,- welches ja von Hausfrauen damals immer gemacht wurde. Nachmittags wird man dann von einer anderen Pflegekraft 11 Tage Betreut und Gepflegt. Nacht ist dann bei Bedarf 7 Tage hintereinander die gleiche Pflegekraft bei Bedarf zur Stelle (zwei Nachtwachen für 46 Bewohner pro Nacht).So kann man dann sich auch an den Gesichtern und Namen (Namensschilder) orientieren und auch Vertrauen aufbauen.
  • Mitarbeiterschulungen durch eigene Multiplikatoren und externe Fortbildungen für Alzheimer und Demenz ermöglichen einen Bewohner entsprechenden Umgang in Bezug auf dieses Krankheitsbild. Ein Doktor der Psychiatrie überwacht zusätzlich zum bewohereigenen Arzt die therapeutische Medikamentengabe . Für spezielle Auffälligkeiten im Alltagsablauf bei unseren Bewohnern steht auch noch eine gerontopsychiatrische Fachkraft zur Verfügen.

  • Orientierungszeiten
  • Unsere Pflegedokumentation orientiert sich unter anderem auch an den Biographiedaten der Bewohner. Wenn z.B. ein Bewohner Jahre lang es gewohnt war um 10:00 Uhr aufzustehen, dann wollen wir dieses auch nicht ändern. Wenn dann auch noch ein Kaffee am Bett serviert werden soll , vor dem Aufstehen um den Kreislauf zu stabilisieren, wie der Ehegatte es immer getan hat, so ist das bei uns auch möglich und wird im Dokumentationssystem festgehalten, damit andere Kollegen dieses auch immer machen.
  • Da Biographiearbeit und Pflege für uns die Pflegemaßnahmen oft auch erleichtern, weil erst gar keine Aggressionen entstehen, ist es in unserem Hause auch möglich 24 Std. am Tag Essen zu erhalten. Anhand der vier Essenszeiten, die im allgemeinen üblich sind ( Anfagsessenszeiten: 7:30 Uhr Frühstück,11:30 Uhr Mittagessen, 14:30 Uhr Kaffeetrinken, 17:30 Uhr  Abendessen ) versuchen wir dem Bewohner ohne Tagesstruktur eine Regelmäßigkeit zu geben. Sie hängen am Speiseraum aus und bei dem, der sich nicht mehr so gut Orientieren kann auch im Zimmer. So wird Essen auch zu einer Veranstaltung, zu dem der Bewohner, wenn er es nicht mehr selber schafft, auch abgeholt und zurück gebracht wird.

     

  • Essenversorgung
  • Unser Haus ist eines der wenigen, die die Essenversorgung komplett noch selber produzieren ( mit Ausnahme von Backwaren und Milchprodukten). So ist es uns möglich jederzeit unsere Bewohner zu versorgen (auch Nachts). Auffälligkeiten die den Tag-, Nachtrhythmus betreffen, fallen oft unter Hunger in der Nacht bzw. einen erhöhten Energiebedarf durch erhöhten Bewegungsdrang.
  • Wir bereiten dann die Mahlzeiten dem Zustand des Bewohners entsprechend zu, d.h. sollten z.B. Gewohnheiten durch das Krankheitsbild aufkommen, in denen man auf einmal mit den Fingern nur noch isst, so gibt es die Möglichkeit auf Fingerfood umzustellen ( komplette Mahlzeiten – Finger gerecht). Es ist auch Wunschkost möglich, indem Bewohner, wenn diese aus Krankheitsgründen Essen verweigern, ihr Lieblingsessen bestellen können.

     

  • Spezialversorgung
  • Bei uns in der Einrichtung ist es  für Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenzen zusätzlich, zu dem hausinternen Beschäftigungsangeboten, spezielle Betreuungsangebote für Menschen mir Alzheimer / Demenz Leistungen der Pflegeversicherung nach § 87b in Anspruch zu nehmen. Diese Leistungen werden von extra dafür eingestellte Betreuungskräften erbracht z.B. Malen, Basteln, Musikhören, Vorlesen etc.. Diese Beschäftigungen werden auch noch von Ehrenamtlichen erbracht ( Zusätzlich ).
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