Neues Pflegekonzept

Pflegekonzept

  • Pflegeziel
  • Unser oberstes Pflegeziel ist die Begleitung der Bewohner auf ihrem derzeitigen Lebensabschnitt. Ihnen ein Gefühl der Ruhe zu geben und Hilfe zur Selbsthilfe zu bieten. Der Bewohner soll aktiv im Rahmen seiner Fähigkeiten und somit auch im Rahmen seiner Pflegebedürfnisse, Gewohnheiten und seines freien Willens bleiben. Wir geben ihm soviel Hilfe und Unterstützung wie nötig, aber so wenig wie möglich. Die Ziele für unsere Handlungen legt der Bewohner fest, im Rahmens unserer Pflegemodelle ist das Ziel bei erklärtem und erkennbaren Wohlbefinden des Bewohners erreicht.
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  • Methoden
  • Die Methoden zur Erreichung des oben genannten Pflegezieles liegen in der aktivierenden, geplanten Pflege mit möglichst umfassender Erkennung und Nutzung aller Ressourcen. Dazu gehört ebenso die konsequente und seit Jahren erfolgreich durchgeführte Bezugspflege, wie auch das besondere Augenmaß auf die Bewahrung des Hausfriedens in allen Bereichen. Für uns steht fest, dass ein zufriedenes pflegetherapeutisches Team sich positiv auf zufriedene Bewohner auswirkt. Es ist uns bewusst, dass Pflege ein fließender Prozess ist. Der Prozess ist nicht fest und starr, sondern immer in Bewegung sei es durch veränderte Wünsche und Bedürfnisse der Bewohner, durch den Eintritt der Bewohner in einen anderen Lebensabschnitt, durch veränderte äußere Bedingungen oder aber auch durch veränderte allgemeine Standardisierungen oder gesetzliche Vorschriften. Dies erfordert eine ständige Überprüfung und Anpassung der Ziele und Methoden. Dazu gehört auch eine konsequente interne und externe Fortbildung aller Mitarbeiter die in Übereinstimmung zur Pflicht erhoben wurde.

     

  • Inhalte
  • Alle Inhalte der in unserem Hause angewandten Methoden messen sich am anamnetischen und biographischen Rahmen. Die Pflege ist geplant. Die Planung lehnt sich an den Bedarf und wird von der Lebensgeschichte und den Lebenserfahrungen der Bewohner beeinflusst Dazu ist es von Nöten eine möglichst umfassende Biographie zu erstellen. Die Informationssammlung erfolgt grundsätzlich durch beobachten, kommunizieren und den Gebrauch aller Sinne, um die gewonnenen Informationen unter Berücksichtigung physiologischer, pathologischer und psychosozialer Aspekte zu analysieren.  Die Erfragung der Biographie erfolgt nicht nur am Bewohner sondern es werden nach Möglichkeit auch Angehörige und, zur Erfragung medizinischer Daten, evtl. Ärzte mit einbezogen. Die schriftliche Aufnahme der Lebensgeschichte darf nie als endgültig abgeschlossen gelten. Neue Erfahrungen, aber auch bisher ungenannte oder unerkannte Daten werden permanent nachgetragen. Wie im Pflegeleitbild festgehalten orientiert sich unser Pflegeprozess an den Pflegemodellen Henderson und Schrank. Selbstverständlich gehört auch immer die Respektierung des Glaubens und der Religiosität zu Aufgaben. Wir haben den Anspruch gezielt auf Bedürfnisse, Hobbys und Neigungen zwecks Förderung und Erhaltung vorhandener Ressourcen einzugehen. Dazu gehört die eigene Raumgestaltung der Wohnbereiche und die weitgehenste Beibehaltung des Tagesablaufes aus der bisherigen Wohnung im stationären Bereich. Dies ermöglicht dem Bewohner die Wahrung seiner Identität, die leichtere Eingewöhnung in sein neues Umfeld und es bedeutet für ihn Vertrautheit und Sicherheit. Der Bewohner ist frei in der Gestaltung seines Tagesablaufes. Er bestimmt (evtl. in Absprache mit der Pflegekraft, falls Hilfe notwendig ist) die Zeiten wann er z. B. aufstehen, duschen oder baden möchte und was er essen möchte. Die Selbstbestimmung ist ein Grundrecht aller Menschen und ein Eckpfeiler unserer Pflege.
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  • Arbeitszeiten
  • Feste Arbeits- und Pflegezeiten (keine Wechselschicht, Wochenarbeitszeit auf 6-Tagewoche umgerechnet) geben dem Bewohner Hilfe bei der Orientierung, ebenso die Bezugspflege und die damit verbundene konsequente Betreuung der Bewohner in allen Lebensbereichen durch maximal drei Pflegekräfte in 24 Stunden. Dies erleichtert das Erkennen veränderter Befindlichkeiten des Bewohners oder auch seines persönlichen Bereiches, auch wenn der Bewohner noch keine pflegerischen sondern nur hauswirtschaftliche Handreichungen benötigt, und auch die diesbezügliche Gesprächsaufnahme und Durchführung pflegerischer Maßnahmen. Die Pflegekraft ist für den Bewohner von Anbeginn eine vertraute Person. Für uns ist es selbstverständlich, dass Besuche jederzeit möglich sind. Auch die allgemeine Mittagsruhe im Haus, die sich ursprünglich und bis heute an den Bedürfnissen der Mehrheit der Bewohner orientiert, kann in der Regel umgangen werden.
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  • Angehörige
  • Alle Bewohner verfügen über eigene Zimmerschlüssel. Es steht ihnen frei, ihre Türen zu verschließen. Wir sind sehr stolz darauf, in sämtliche Zimmer freien Zutritt zu haben, da annähernd alle Bewohner ihre Schlüssel von außen stecken lassen. Dies sehen wir als ausgesprochenen Vertrauensbeweis. Selbstverständlich klopfen alle Mitarbeiter vor Betreten eines Zimmers an, auch bei Schwerstpflegefällen. Es herrscht im Hause weiterhin die Regel, dass im Falle von Besuch das betreffende Zimmer nur in dringenden Fällen von den Mitarbeitern betreten wird. Dann wird der Besucher in der Regel vor der pflegerischen Verrichtung kurzzeitig aus dem Zimmer gebeten, kann allerdings auf Wunsch des Bewohners auch im Zimmer bleiben und zusehen. Dies zeigt Offenheit gegenüber den Angehörigen und verstärkt das Vertrauensverhältnis zwischen Mitarbeiter und Angehörigen. Der Angehörige darf und soll sich nicht ausgeschlossen fühlen. ätzlich ist die Zusammenarbeit mit den Angehörigen erwünscht. Transparenz bei der Pflege, dennoch Wahrung der Schweigepflicht gegenüber Angehörigen sind uns wichtig. Die Pflegekräfte geben bei Bedarf Anleitung, Aufklärung und Beistand. Sie begleiten den Bewohner auf seinem letzten Lebensabschnitt und geben dem Angehörigen Beistand und Hilfe, wenn er es erwünscht. Es ist aber allen Mitarbeitern bekannt, dass viele Bewohner in unserer Einrichtung sind, um die Angehörigen bewusst zu entlasten. Dieser Wunsch wird respektiert und die betreffenden Angehörigen eher zur Teilnahme an gesellschaftlichen Aktivitäten im Hause ermuntert oder auch die Teilnahme des Bewohners am gesellschaftlichen Leben außerhalb der Einrichtung (z. B. Familienfeste) mit den Angehörigen gefördert und ermöglicht (Organisation von Fahrdienst, Bereitstellung von Rollstuhl etc.). Auch die Tatsache, dass viele Angehörige sich mit der Pflege des Vaters oder der Mutter überfordert fühlen und die Entscheidung für eine Aufnahme in unser Haus mit schlechtem Gewissen gefällt haben, ist den Pflegekräften bewusst. Gespräche mit dem Vater oder der Mutter, die für Verständnis für die Angehörigen plädieren gehören genauso zum pflegerischen Alltag wie Trost und Zuspruch für die Bewohner. Aber auch Verständnis für die Situation, Trost und Zuspruch für die Angehörigen sind selbstverständlich. Alter, Behinderung und Krankheiten sind elementare Bestandteile des menschl. Lebens und werden bewusst in den Heimalltag und auch in den pflegerischen Ablauf einbezogen.

  • Die Grundpflege
  • Die Grundpflege findet mehrmals täglich statt. Sie umfasst alle grundpflegerischen Tätigkeiten angefangen beim Betten richten bis hin zu Lagerungen, Toilettentraining usw. Alle behandlungspflegerischen Maßnahmen finden nach ärztlicher Weisung durch qualifizierte Fachkräfte statt. Selbstverständlich sind die mit behandlungspflegerischen Maßnahmen betrauten Pflegekräfte vorher auf ihre Durchführungseignung geprüft. Ein hohes Qualitätsniveau soll gehalten und erreicht werden. Dies wird nicht nur an der pflegerischen Ausbildung gemessen, sondern auch an der persönlichen Eignung der Pflegekräfte. Vor Aufnahme der Bewohner soll bereits der erste Kontakt mit dem Antragsteller und den Angehörigen hergestellt werden. Nach Möglichkeit wird die zukünftige Betreuungsperson vorgestellt. Die Bewohner behalten ihr einmal bezogenes Zimmer auch bei zunehmender Pflegebedürftigkeit. Auch die persönliche Einrichtung wird nach Möglichkeit beibehalten. Privater Urlaub , Kuren und Rehabilitationsaufenthalte sind jederzeit möglich und im Zuge der psychischen Betreuung gerne gesehene Unterbrechungen des Alltages. Selbstverständlich können die Schlüssel auf die Reise mitgenommen werden, gerne werden sie allerdings von den Bewohnern in der Verwaltung hinterlegt. Auf Wunsch und bei Bedarf werden die Blumen in den Zimmern auch bei Abwesenheit versorgt und selbstverständlich die Zimmer gelüftet. befindet sich immer ein Generalschlüssel bei der leitenden Pflegekraft. Dies ermöglicht ein Betreten der Zimmer bei Abwesenheit (nach Absprache) und auch in Notfällen. Es ist für alle Pflegekräfte selbstverständlich, Bewohner, falls erforderlich, zu begleiten.

     

     

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